2.1 Überblick Beschäftigtenbestand

Auf einen Blick:

Die Mehrheit der Pflegekräfte arbeitete im Jahr 2017 in Einrichtungen der Altenhilfe. Davon waren etwa zwei Drittel der Beschäftigten in stationären und etwa ein Drittel in ambulanten Pflegeeinrichtungen tätig. Staatlich geprüfte Pflegefachkräfte machten dort den größten Teil des qualifizierten Pflegepersonals aus.

In der ambulanten Pflege waren etwas mehr Altenpfleger/innen als Gesundheits- und Krankenpfleger/innen beschäftigt, in der stationären Pflege waren die Altenpfleger/innen mit Abstand die größte Gruppe.

Die Teilzeitquote in den Altenhilfeeinrichtungen ist weiterhin hoch und unterscheidet sich von Beruf zu Beruf. Je niedriger das Qualifikationsniveau, desto mehr Personen sind in Teilzeit beschäftigt. Die Teilzeitquote für die drei- und einjährig ausgebildeten Pflegekräfte lag in der stationären Pflege bei durchschnittlich 56 Prozent, in der ambulanten Pflege waren mit 64 Prozent sogar knapp zwei Drittel in Teilzeit beschäftigt.

Für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen waren Krankenhäuser im Jahr 2017 der größte Arbeitgeber. Die Berufsgruppe bildete dort die größte Gruppe innerhalb des gesamten Pflegepersonals.

In den Rehabilitationskliniken waren mehr als zehn Mal weniger Pflegekräfte beschäftigt als in den Krankenhäusern. Auch dort stellten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen den Großteil des Pflegepersonals.

Die Teilzeitquoten des Pflegepersonals sind in Krankenhäusern etwas niedriger als in den Einrichtungen der Altenhilfe und in den Rehabilitationskliniken.

1. Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen

Nach Angaben der Pflegestatistik1 waren im Jahr 2017 insgesamt 80.120 Pflegekräfte in Einrichtungen der Altenhilfe beschäftigt.2 Der größte Teil, 51.442 Personen, arbeitete in stationären Pflegeeinrichtungen. Mit 28.678 Personen waren etwas mehr als halb so viele Personen in ambulanten Pflegediensten beschäftigt. Die Verteilung der Beschäftigten auf die Berufsgruppen und Qualifikationsebenen variierte zwischen den beiden Sektoren deutlich, wobei das ‚sonstige Pflegepersonal‘ jeweils den größten Anteil ausmachte.

Von den ausgebildeten Pflegekräften in ambulanten Pflegediensten stellten Altenpfleger/innen mit 6.071 Personen die größte Gruppe. Darüber hinaus waren 5.836 Gesundheits- und Krankenpfleger/innen beschäftigt. Bezogen auf alle Qualifikationsebenen waren die meisten Pflegekräfte in der kreisfreien Stadt Frankfurt tätig (4.608), gefolgt von der Stadt Kassel (1.945) und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf (1.704). Am niedrigsten waren die Beschäftigtenzahlen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg (515). Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in ambulanten Diensten variierte bei allen Berufsgruppen – mit Ausnahme der akademischen Pflegekräfte – zwischen 55 Prozent und 77 Prozent. Je niedriger das Qualifikationsniveau der Beschäftigten, desto höher war tendenziell auch die Teilzeitquote. Die höchste Teilzeitquote wiesen in ambulanten Pflegediensten die an- und ungelernten Pflegehilfskräfte mit 77 Prozent auf.

In den stationären Pflegeeinrichtungen stellten Altenpfleger/innen mit 13.863 Personen die größte Gruppe unter den beschäftigten Pflegekräften, gefolgt von den 4.223 Altenpflegehelfer/innen. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen bildeten mit 3.303 Beschäftigten die drittstärkste Berufsgruppe. Pflege(fach)kräfte mit Studienabschluss waren mehr als doppelt so viele in stationären wie in ambulanten Einrichtungen beschäftigt (292 im stationären Bereich im Vergleich zu 123 im ambulanten). Die meisten Beschäftigten fanden sich in der Stadt Frankfurt (4.230) und dem Main-Kinzig-Kreis (3.184). Verhältnismäßig wenige Pflegekräfte waren in stationären Pflegeeinrichtungen in der kreisfreien Stadt Offenbach (736) tätig. Die Teilzeitquote war insgesamt etwas niedriger als in der ambulanten Pflege. Sie lag im Jahr 2017 für staatlich geprüfte Pflegefachkräfte bei durchschnittlich 51 Prozent. Alten- und Krankenpflegehelfer/innen waren sogar zu fast zwei Dritteln in Teilzeit beschäftigt (66 bzw. 61 Prozent). Die Teilzeitquote für an- und ungelernte Pflegehilfskräfte lag mit 74 Prozent leicht niedriger als im ambulanten Bereich.

2. Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken

Nach den Daten der Krankenhausstatistik3 waren im Jahr 2017 insgesamt 31.742 Pflegekräfte in den Krankenhäusern Hessens beschäftigt. Den weitaus größten Teil bildete mit 24.935 Personen die Berufsgruppe der Gesundheits- und Krankenpfleger/innen. Diese waren zu 47 Prozent in Teilzeit beschäftigt. Etwa genauso häufig in Teilzeit arbeiteten Krankenpflegehelfer/innen (44 Prozent), etwas höher lagen die Teilzeitquoten in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (60 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten variierte im regionalen Vergleich stark4. Im Versorgungsgebiet Frankfurt-Offenbach waren mit 9.496 Pflegekräften die meisten, im Versorgungsgebiet Fulda-Bad Hersfeld mit 2.906 Pflegekräften die wenigsten Pflegekräfte tätig.

In den hessischen Rehabilitationskliniken waren im Jahr 2017 insgesamt 2.231 Pflegekräfte beschäftigt. Mit 1.665 Personen waren auch hier die Gesundheits- und Krankenpfleger/innen die größte Berufsgruppe. Gesundheits- und Kinderkranken-pfleger/innen waren dagegen kaum in Rehabilitationskliniken tätig. Die Teilzeitquote lag für Gesundheits- und Krankenpfleger/innen bei 54 Prozent. Die etwas höhere Teilzeitquote in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (64 Prozent) muss vor dem Hintergrund kleiner Fallzahlen interpretiert werden: Lediglich 33 Kinderkrankenpfleger/innen waren in hessischen Rehabilitationskliniken beschäftigt. Im regionalen Vergleich waren die meisten Pflegekräfte im Versorgungsgebiet Kassel tätig (795 Personen). Im Versorgungsgebiet Darmstadt arbeiteten dagegen nur wenige Pflegekräfte in Rehabilitationskliniken (78 Personen).


  1. Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt

  2. In der Pflegestatistik können nur qualifizierte Pflegekräfte eindeutig identifiziert werden. Angelernte Pflegehilfskräfte sind in der Kategorie ‚sonstiges Personal’ erfasst. Dort sind jedoch auch, soweit relevant, hauswirtschaftliches und Verwaltungspersonal berücksichtigt.

  3. Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt. Um die Daten der Krankenhaus- und der Pflegestatistik vergleichbar darstellen zu können, wurden die Bezugsjahre 2003 bis 2017 (im zweijährigen Turnus) gewählt. Dabei handelt es sich um die Jahre, für welche Daten aus der Pflegestatistik vorliegen. Die Auswahl der Jahrgänge aus der Krankenhausstatistik wurde darauf abgestimmt.

  4. Die Versorgungsgebiete sind definiert im Hessischen Krankenhausgesetz: VG 1: Kassel, VG 2: Fulda – Bad Hersfeld, VG 3: Gießen – Marburg, VG 4: Frankfurt – Offenbach, VG 5: Wiesbaden – Limburg und VG 6: Darmstadt.