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Hessen sorgt vor! Personalbedarf in den Pflegeberufen weiterhin hoch

Der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte rückt in den kommenden Jahren immer mehr in den Fokus. Der Fachkräftebedarf steigt weiter an; das bringt Herausforderungen und Chancen mit sich. Einerseits muss Personal gefunden und begeistert werden. Andererseits ist der Beruf eine riesige Chance für Arbeitnehmer/innen – gleich ob mit Ausbildungs- oder mit Studienabschluss, zu einer langfristigen Beschäftigungsperspektive im Pflegemarkt.

Um die Situation möglichst passgenau zu kennen und Antworten zu geben, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration den Hessischen Pflegemonitor entwickeln lassen. So stehen allen Ausbildungs- und Arbeitsmarktpartnern und auch den Hessischen Gebietskörperschaften aktuelle Daten über die regionalen Pflegearbeitsmärkte in Hessen kontinuierlich zur Verfügung. Ziel ist es, allen Verantwortlichen zuverlässige Daten zum Beschäftigtenstand, zum Pflegearbeitsmarkt und zu künftigen Entwicklungen zur Verfügung zu stellen. So ermöglicht der Pflegemonitor eine vorausschauende Entwicklung des Pflegekräftepotentials.

Im Sommer 2017 konnte die mittlerweile sechste Befragung aller Einrichtungen der Altenhilfe, aller Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken und aller Pflegeschulen in Hessen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Beteiligung der Einrichtungen war erneut sehr groß, so dass eine hohe Repräsentativität der Daten erreicht werden konnte. Für diese große Beteiligung möchte ich mich im Namen der Hessischen Landesregierung bei allen teilnehmenden Einrichtungen, Diensten und Bildungsträgern ausdrücklich bedanken!

Die Ergebnisse zeigen, dass auch im Jahr 2016 von den hessischen Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen mehr Pflegekräfte gesucht wurden, als auf dem Arbeitsmarkt verfügbar waren. Die Nachfrage nach Pflegekräften ist seit 2014 weiter gestiegen. Durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Ausbildungspartner konnte die Zahl der Auszubildenden in den Altenpflegeberufen kontinuierlich gesteigert werden und hat im Schuljahr 2014/15 einen historischen Höchststand von 5.256 Auszubildenden in den Altenpflegeberufen erreicht. Durch erhebliche finanzielle Anstrengungen der Landesregierung und durch das Engagement der Arbeitgeber in der Pflege ist es in den letzten Jahren gelungen, sowohl die Anzahl der Anfänger als auch die Zahl der Absolventen in den Altenpflegeberufen kontinuierlich zu erhöhen. Zusätzlich wurden in den letzten Jahren Projekte zur Nachqualifizierung von an- und ungelernten Pflegehelfer/-innen umgesetzt, um einen Berufsabschluss zu erwerben, und die Hessische Landesregierung hat zudem mehrere Modellprojekte zur Gewinnung neuer Zielgruppen für die Ausbildung erfolgreich durchgeführt. Auch wenn wir die Zahl der Absolventen/innen der Alten- und Krankenpflegeausbildung steigern konnten, so war dies noch nicht ausreichend, um die Nachfrage der Einrichtungen zu decken. 

Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern der Plattform des Hessischen Pflegemonitors eine informative Recherche und freue mich auf einen angeregten Diskurs darüber, wie die Verantwortlichen auf allen Ebenen – Leistungserbringer, Schulen, regionale Arbeitsmarktförderung und das Land Hessen – dem wachsenden Pflegekräftebedarf weiter begegnen können. Die Hessische Landesregierung wird hierzu auch künftig ihren Beitrag engagiert leisten. 

Stefan Grüttner

Hessischer Minister für Soziales und Integration