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Neue Daten zum Pflegearbeitsmarkt

Kai Klose (Minister für Soziales und Integration)

Nachfrage nach Pflegefachkräften steigt weiter schneller als das Angebot

Der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte wird auch in den kommenden Jahren weiter im Fokus der Pflege- und Arbeitsmarktpolitik stehen. Um die Situation möglichst detailliert zu beschreiben, veröffentlicht das Hessische Ministerium für Soziales und Integration seit 2006 regelmäßig den Hessischen Pflegemonitor. So stehen allen Ausbildungs- und Arbeitsmarktpartnern wie auch den Hessischen Gebietskörperschaften kontinuierlich aktuelle Daten über die regionalen Pflegearbeitsmärkte in Hessen zur Verfügung. Ziel ist es, alle Verantwortliche auf einer zuverlässigen Datenbasis über den Beschäftigtenstand, den Pflegearbeitsmarkt und künftige Entwicklungen zu informieren. So ermöglicht der Pflegemonitor eine Prognose des Pflegekräftepotentials.

Im Frühjahr 2019 konnte die mittlerweile siebte Befragung aller Einrichtungen der Altenhilfe, aller Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken und aller Pflegeschulen in Hessen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Beteiligung der Einrichtungen war erneut sehr groß, so dass die Daten repräsentativ sind. Für diese große Beteiligung möchte ich mich im Namen der Hessischen Landesregierung bei allen Einrichtungen, Diensten und Bildungsträgern bedanken!

Die Ergebnisse zeigen, dass die hessischen Krankenhäuser, Rehabilitationskliniken, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen auch im Jahr 2018 mehr Pflegekräfte gesucht haben, als auf dem Arbeitsmarkt verfügbar waren. Die Nachfrage nach Pflegekräften ist seit 2016 weiter gestiegen. Durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Ausbildungspartner konnte die Zahl der Auszubildenden in den Pflegeberufen zwar kontinuierlich gesteigert werden, die steigenden Absolventenzahlen decken aber die Nachfrage nicht. Die Steigerung der Ausbildungszahlen, die Verstärkung der Bemühungen, ausländische Fachkräfte anzuwerben und neue Wege zur Erschließung weiterer Zielgruppen für die Ausbildung müssen ausgebaut werden.

Die Politik auf Bundes- und Landesebene sowie alle handelnden Akteure haben erkannt, welche Dimension der Fachkräftemangel in der Pflege angenommen hat und wirken ihm durch die „Konzertierte Aktion Pflege“ entgegen. Die Handlungsfelder reichen von einer „Ausbildungsoffensive“, über „Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung“ zu „Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung“, „Pflegekräfte aus dem Ausland“ und „Entlohnungsbedingungen in der Pflege“.

Angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege ist es zentral, dass die neue Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz in Hessen gut umgesetzt wird und alle Ausbildungspartner in diesen Prozess einbezogen werden. Der von allen hessischen Ausbildungs- und Arbeitsmarktpartnern und der Hessischen Landesregierung geschlossene „Ausbildungspakt zur Umsetzung der generalistischen Ausbildung (2019-2023)“ zeigt, dass wir in Hessen auf einem guten Weg sind.

Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern der Plattform des Hessischen Pflegemonitors eine informative Recherche und freue mich auf den Diskurs darüber, wie die Verantwortlichen auf allen Ebenen dem wachsenden Pflegekräftebedarf begegnen können. Die Hessische Landesregierung wird hierzu auch künftig engagiert ihren Beitrag leisten.

Kai Klose
Hessischer Minister für Soziales und Integration